Denk Ma!

Atomausstieg: Die armen Energieversorger

Was haben die Konzerne eigentlich in den letzten 20 bis 30 Jahren so mit den Atomkraftwerken verdient?

Was musste ich da heute erschreckendes lesen: “Atomausstieg bringt Vattenfall Milliarden-Verlust” und weiter “…wegen des deutschen Atomausstiegs eine Gewinnminderung von umgerechnet 1,1 Milliarden Euro.”. Da bekommt man mal ungefähr ein Gefühl dafür, was die Energie-Konzerne seit 20, 30 Jahren eigentlich so verdient haben.

Wenn man übrigends mal über das Gelesene nachdenkt, stellt man fest, dass sie tatsächlich auch keinen Verlust machen, sondern lediglich eine Gewinnminderung. Verlust wäre, wenn vom Gewinn nichts mehr überbleibt. Da hier allerdings nur von einer Minderung gesprochen wird, scheint ja immer noch Gewinn da zu sein.

Und selbst wenn, ist doch egal. Wenn ein kleiner Mittelständler tatsächlich Verluste macht oder ein Hartz IV Empfänger Mitte des Monats nichts mehr zu essen hat, dann ist das tatsächlich ein Problem. Aber 1,1 Milliarden Gewinnminderung kann doch nun wirklich kein Problem sein – zumal die Unternehmen ja scheinbar in den letzten 20 bis 30 Jahren wohl 20 bis 40 Milliarden damit verdient haben. Das ist eben auch das unternehmerische Risiko, welches die Konzerne eingehen und sie hatte ja genug Zeit, sich um andere Energieformen zu bemühen.

Ich bin mal sehr gespannt, wann der erste Konzern Geld vom Staat haben will, weil er plötzlich pleite ist. So ist das eben. Wenn sich gesetzliche Rahmenbedingungen ändern, dann sieht es manchmal eben nicht mehr so gut aus und man muss sich umorientieren. Zeit genug war ja wohl und an Geld hat es sicherlich auch nicht gemangelt.

Und eines möchte ich noch zu bedenken geben: Aus welchem Grund sollten jetzt eigentlich die Strompreise steigen? Mal ehrlich, nur weil die Konzerne nicht mehr soviel Geld verdienen, müssen wir als Verbraucher ja nun nicht weniger zahlen, oder? Das macht irgendwie überhaupt keinen Sinn!



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